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Schindelhauer

Schindelhauer Bikes – ein Portrait

 

Schindelhauer Bikes from Marken Made in Germany on Vimeo.

 

Schindelhauer Bikes – ein Portrait

 

„Ich habe als Werkstudent in größeren Firmen gearbeitet und auch gesehen, wie dort Entscheidungen getroffen wurden oder wie dort gearbeitet wurde. Und da gab es ein Miteinander, aber es gab auch oft ein Gegeneinander. Und so was wollte ich einfach nicht. Letztendlich geht es für mich nicht nur darum, Geld zu verdienen, sondern es geht für mich auch darum, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen und das hat man hier in so einem Umfeld auf jeden Fall.“  (Jörg Schindelhauer)

 

„Also zu sagen, das sind hier die besten Fahrräder oder so was, kann ja im Prinzip jeder. Es gibt auch viele schöne Fahrräder. Also das ist jetzt auch noch nicht mal so die Kunst. Natürlich bis ins Detail durch designed, gibt es nicht mehr ganz so viele. Uns ist wichtig, dass man sieht, dass da wirklich was dahinter steht. Also, dass es keine Augenwischerei ist.“ (Martin Schellhase)

 

„Natürlich versucht jeder, sein Produkt im guten Licht darzustellen. Man versucht auch das Gefühl, das man selbst hat – wir sind ja auch sehr davon überzeugt – zu transportieren, aber es muss was da sein, woraus man das bezieht, sonst funktioniert das nicht. Die Leute verstehen das und merken auch, wenn da was nicht stimmt.“ (Martin Schellhase)

 

 

„Wir glauben, dass Authentizität immer wichtiger wird. Die Leute können natürlich – und tun das auch – recherchieren und hinter die Fassade gucken. Sehr vieles ist noch sehr unglaubwürdig in der heutigen Zeit. Und das funktioniert auf Dauer nicht. Will man wirklich etwas Dauerhaftes schaffen, auch dauerhaft eine Marke aufbauen, dann  muss man das einfach leisten, dass man ein ehrliches Produkt hat. Und dann auch ehrlich kommunizieren.“ (Martin Schellhase)

 

„Im urbanen Bereich merkt man das sehr stark. Früher war das Auto Statussymbol in Deutschland. In den großen Städten ist es wirklich so, dass da eine Neuordnung stattfindet. Auch in unserer Wahrnehmung. Die Leute sehen das Fahrrad auch als Lifestyle Accessoire. Natürlich ist es immer noch in erster Linie ein Mobilitätsmittel. Das macht ja auch Sinn. Man kommt schnell von A nach B. Man zeigt sein ökologische Bewusstsein. Und trotzdem hat das Fahrrad nicht mehr diesen Öko-Touch.“ (Martin Schellhase)

 

Bei mir kommt die Begeisterung eigentlich noch ein bisschen mehr aus der Technik, weil mich die Technik einfach begeistert. Dass so ein einfaches Produkt eine so effiziente Fortbewegung ermöglicht. Auch aus diversen Designpreisen, die man gewonnen hat. Wo man auch noch mal Bestätigung dafür bekommen hat, dass man offensichtlich was richtig macht.“ (Jörg Schindelhauer)

 

Ich hatte auch ein tolles Erlebnis mal auf einer Oldtimer-Ausstellung. Da war einer dabei, der hatte auch einen großen alten Oldtimer. Und er stand dann so vor einem Siegfried von uns in Aluminium pur mit einem Kernledersattel in braun mit handgewickeltem Lenkerband. Und er stand davor und meinte so zu mir: Also ich kann ja mit Fahrrädern eigentlich überhaupt nichts anfangen. Ich bin noch nie Fahrrad gefahren, immer Auto, aber so ein Fahrrad würde ich mir kaufen.“ (Jörg Schindelhauer)

 

 

„Mein Opa hat immer gesagt: Mensch, geh doch zu VW. Du hast doch eine Top-Ausbildung als Ingenieur. Da würdest du sofort was finden. Dafür war mir unser Team aber einfach zu wichtig. Also ich kann jetzt nur von mir sprechen. Das ist für jeden individuell, aber für mich war es wirklich so, dass diese Erkenntnis, dass dieses Team so gut und effizient und auch, ja, verstehend zusammenarbeitet, weil wir wirklich keinen dabei, der jetzt irgendwie so ein krasses Ego hat und ständig seine Meinung durchpauken will. Also es wird wirklich so entschieden, entweder basisdemokratisch oder nach gesundem Menschenverstand. Das fand ich extrem angenehm. Und von dem her kam das nicht wirklich in Frage.“ (Jörg Schindelhauer)

 

„Also man arbeitet schon viel. Man arbeitet definitiv auch mehr, als in anderen Firmen. Aber ich glaube, wir kommen jetzt so Schritt für Schritt wirklich in den Bereich, wo man sagen kann: Okay, man hat jetzt auch wieder Zeit für Hobbys, mehr Zeit für Familie und für Freunde. Also das passt schon.“ (Jörg Schindelhauer)
„Eigentlich haben wir die Philosophie, nicht zu viel zu bauen. Lieber ausverkauft sein, als nachher noch Restbestände haben, weil das wäre natürlich für eine Marke sehr, sehr tödlich.“ (Martin Schellhase)

 

Wir sehen ganz viel Potential in dem Bereich, was man so klassisches Cityrad nennt. Ein klassisches Cityrad sieht immer noch überladen aus. Ein klassisches Cityrad ist immer noch schwer. Und da muss man einfach von wegkommen, wenn man sich wirklich agil in der Stadt bewegen möchte und auch seinen Lebensalltag damit gestaltet. Also dazu gehört zum Beispiel auch, dass man mit dem Fahrrad wahrscheinlich auch mal Einkaufen fährt oder sein Kind vom Kindergarten abholt.“ (Jörg Schindelhauer)

 

„Es gibt auf jeden Fall Marken, die man sich anschaut, wo man denkt, die machen es gut. Apple gehört definitiv auch dazu. Was sie auch schaffen, sie schaffen es dem Kunden irgendwie das Gefühl zu geben, dass sie ein exklusives Produkt besitzen und das tun sie einfach nicht. Also es hat jeder ein iPhone. Das ist ein Massenprodukt. Und Apple schafft es trotzdem den Kunden das Gefühl zu geben, dass sie ein exklusives Produkt besitzen. Da kann man seinen Hut vor ziehen.“ (Jörg Schindelhauer)

 

 

 

„Wir müssen schon schauen, dass wir unseren Lohn erwirtschaften und unseren Wachstum finanzieren können. Das ist ganz klar auch immer Thema. Und da muss man auch Kompromisse finden. Natürlich möchte man sein Produkt auch so gut wie möglich machen. Es muss aber trotzdem auch marktfähig sein und das ist natürlich immer eine Sache, wo man mit konfrontiert wird und Lösungen finden muss.“  (Martin Schellhase)

 

„Wir sind direkt von der Uni gekommen und keiner hatte eine reiche Oma oder reiche Tante. Wir hatten eigentlich keine Kohle, um es ganz klar zu sagen. Nur die Idee. Um das wirklich anschubsen zu können und über das erste Jahr zu kommen, brauchten wir Geld. Größere Geldsummen. Und dann gab es diesen Business Angel, der bereit war, sich zu engagieren. Und da mussten wir einen größeren Teil der Firma gleich abgeben. Was natürlich weh tut am Anfang.“ (Martin Schellhase)

 

Bei uns läuft sehr viel Kommunikation. Vielleicht könnte man sagen, viel zu ineffizient, aber wir sind wirklich noch sehr nah am Kunden dran. Wir telefonieren auch sehr viel mit Kunden und auch mit unseren Händlern. Es hilft natürlich, gerade am Anfang dieses Feedback zu bekommen. Man darf nicht weit weg vom Kunden sein. Sonst geht das irgendwie verloren oder man verläuft sich. Es ist wirklich sehr wichtig und heutzutage gibt es ja die Möglichkeiten, eng zu kommunizieren. (Martin Schellhase)

 

„Manche Leute nennen ihr Auto Horst oder Susi. Aber mit einem Fahrrad, da hat man auch einen treuen Begleiter und manch einer sagt: Mensch, hier, mein Siegfried. Man erwischt sich auch dabei. Und ich weiß auch, dass die Kunden das so machen. Es ist schöner, als wenn man jetzt sagen würde: Ah, mein X2O. Das ist irgendwie, nicht so schön emotional in der Beziehung.“